Egerlandtag 2017. Sozialministerin Müller: „Es ist gut, wenn man seine Wurzeln kennt“

„‚70 Jahre nach der Vertreibung – Jugendarbeit heute‘ – mit diesem Motto greifen die Egerländer ein großartiges und sehr aktuelles Thema auf. Denn Jugendarbeit ist Zukunftsarbeit!“, betonte Sozialministerin Emilia Müller anlässlich des diesjährigen Egerlandtags und des 47. Bundestreffens der Egerlandjugend in Marktredwitz. Müller weiter: „Gerade in einer Zeit, in der so vieles im Wandel ist und so manches in Frage gestellt wird, ist es für junge Menschen oft schwierig, Orientierung zu finden. Da ist es gut, wenn man seine Wurzeln kennt. Mit großem Engagement bringen die Egerländer der Jugend ihre Traditionen, ihre Werte, ihre Identität und ihre Geschichte näher. Dies ist den Egerländern ein echtes Herzensanliegen.“
Die Kultur der Heimatvertriebenen zu erhalten und ihr Brauchtum zu pflegen, ist von großer Bedeutung: Hieraus erwächst Orientierung, um die Zukunft zu gestalten. Die Ministerin: „Mit ihrer vielfältigen Kulturarbeit vermitteln die Egerländer eindrucksvoll, was ihre Heimat so schön und einzigartig macht. Hierfür investieren sie unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Um die Erinnerung auch in Zukunft wach zu halten, muss die jüngere Generation begeistert und in die tägliche Arbeit eingebunden werden. Sie ist es, die auch in vielen Jahren noch die Kultur pflegen und an die Geschichte ihrer Vorfahren erinnern kann. Ich freue mich, dass den Egerländern die Zusammenarbeit zwischen den Generationen so hervorragend gelingt.“ Hiervon zeugt, dass der ‚Bund der Eghalanda Gmoin‘ sich mit dem neuen Bundesvorsitzenden einen Vertreter der jüngeren Generation an die Spitze seines Verbands gewählt hat. Aber auch, dass die Egerland-Jugend ihr Bundestreffen am Egerlandtag durchführt. „Das macht den Egerlandtag zu einem echten Egerländer Familientreffen. Mir ist es als Schirmherrschaftsministerin ein großes Anliegen, die Egerländer dabei zu unterstützen“, betonte Müller.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs und in den Jahren danach wurden Millionen Deutsche Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation. Das Bewusstsein und die Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse von damals lebendig zu halten, ist eine wichtige Aufgabe. „Was damals geschah, gibt uns bis heute den Auftrag, Vertreibung zu ächten. Vertreibung war, ist und bleibt ein großes Unrecht“, so die Ministerin abschließend.
Pressemitteilung des StMAS vom 21.5.2017