Kooperationsseminar in Banz: „Quo vadis, BdV“

Bei dem diesjährigen Kooperationsseminar der Hanns-Seidel-Stiftung  und des Landesverbandes Bayern des Bundes der Vertriebenen am 27. Und 28. Mai wurden zwei Schwerpunktthemen in den Blick genommen. Am ersten Veranstaltungstag wurden Probleme der praktischen Kulturarbeit angesprochen und den Teilnehmern in den Bereichen Programmplanung und Veranstaltungsorganisation Hilfestellung gegeben: Was ist bei der Organisation und Abwicklung von Veranstaltungen zu berücksichtigen?  Was macht eine gelungene Großveranstaltung aus? Wie erreicht man mit dem „Tag der Heimat“ ein breites Publikum? Hierzu war der Referent Carlo Finzer, Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens in Kötz, eingeladen. Am Abend kam es im Rahmen eines Kamingesprächs mit Thomas Silberhorn, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, zu einem informellen Austausch zu vertriebenen- und migrationspolitischen Themen.

Am zweiten Veranstaltungstag wurden mögliche Perspektiven einer inhaltlichen und thematischen Ausrichtung des Verbands diskutiert. Da die Erlebnisgeneration schwindet, die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem mittleren und östlichen Europa bewusst erlebt hat, ist die  Diskussion um die Frage „Quo vadis BdV?“ in den landsmannschaftlichen Verbänden und den Gliederungen des BdV allgegenwärtig. Der Historiker Prof. Matthias Stickler von der Universität Würzburg referierte in diesem Zusammenhang zum Thema „Organisation, heimatpolitische Zielsetzung und Selbstverständnis der Vertriebenenverbände seit 1949“.