Ministerpräsident Seehofer beim Festakt zum Bayerischen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

„Tag der Erinnerung an das menschliche Leid und die Aufbauleistung der Vertriebenen“ / Einsatz für Ausgleich und Versöhnung, für Frieden und Freiheit in Europa gewürdigt / Rentengerechtigkeit auch für Spätaussiedler gefordert

Ministerpräsident Horst Seehofer hob beim Festakt zum Bayerischen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung in München die Aufbauleistung der Vertriebenen und ihren Einsatz für Frieden und Aussöhnung hervor. Seehofer: „Bayern gedenkt des menschlichen Leids, das durch Flucht und Vertreibung über so viele Menschen gekommen ist, und das in einer von Konflikten zerrissenen Welt noch immer so viele Menschen trifft. Zugleich erinnern wir an die große Leistung der deutschen Heimatvertriebenen, die in Bayern nach dem Krieg beherzt mit angepackt und ihre neue Heimat Bayern mit aufgebaut haben. Ihr Einsatz für Ausgleich und Versöhnung mit unseren östlichen Nachbarn, für Völkerverständigung, Frieden und Freiheit in einem vereinten Europa kann nicht hoch genug geschätzt werden. Dieses Werk müssen wir fortführen, diese Werte müssen wir weitergeben an die kommenden Generationen.“

Ministerpräsident Seehofer nahm den Gedenktag außerdem zum Anlass, sich erneut für eine Gleichbehandlung von Spätaussiedlern bei der Rentenanpassung einzusetzen. Seehofer: „Mit der Angleichung der Renten in Ost und West vollziehen wir auch in diesem für die Menschen so wichtigen Bereich die Deutsche Einheit. Das darf aber nicht dazu führen, dass Spätaussiedler, die ihren Anspruch auf soziale Sicherung im Herkunftsstaat verloren haben, unberücksichtigt bleiben. Bayern hat im Bundesrat eine Anpassung auch dieser Renten gefordert, aber leider keine Mehrheit bekommen. Ich verspreche Ihnen: Da bleiben wir dran, mit unserer bekannten bayerischen Hartnäckigkeit. Das ist für mich eine Frage der Gerechtigkeit und ein Zeichen gelebter Solidarität mit den Spätaussiedlern in unserem Land.“

Pressemitteilung der Pressestelle der Bayerischen Staatskanzlei vom 25. Juni 2017