„Tag der Heimat“ – Zentraler Festakt für Bayern in der Stadthalle Grafing

Die Ereignisse von Flucht und Vertreibung in Folge des Zweiten Weltkrieges gehören zu den einschneidendsten sozialen Veränderungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Millionen von Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern haben seither in Bayern eine neue Heimat gefunden. Unter dem Leitwort „60 Jahre Einsatz für Heimat, Menschenrechte und Verständigung“ veranstaltete der Landesverband Bayern des Bundes der Vertriebenen – der Dachverband der landsmannschaftlichen Gruppen und Verbände in Bayern – in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Landsmannschaften im Landkreis Ebersberg seinen zentralen „Tag der Heimat“ für Bayern in diesem Jahr in Grafing, um an die Ereignisse zu erinnern. Bei dem Festakt sprachen neben dem BdV-Landesvorsitzenden Christian Knauer auch Johannes Hintersberger, Staatssekretär im bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius sprechen. Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Angelika Obermayr, Bürgermeisterin der Stadt Grafing, hielten die Grußworte. Kulturell umrahmt wurde das Programm von der Stadtkapelle Grafing, dem Markt Schwabener Drei-Gesang, der Münchner Saitenmusik, einer Jugendtanzgruppe der Siebenbürger Sachsen und dem Russlanddeutschen Chor aus Augsburg unter Leitung von Alena Heiser. Auf dem Programm stand wie immer auch die Verleihung des BdV-Kulturpreises der in diesem Jahr an den Russlanddeutschen Chor „Heimatmelodie“ ging. Ehrengaben erhielten der Grafinger Künstler und Bildhauer Fritz Brosig sowie der siebenbürgisch-sächsische Historiker Dr. Michael Kroner. Im Vorfeld des Tages der Heimat hielt der BdV-Bayern ein öffentliches Totengedenken am Waldfriedhof Grafing ab.