„Laudatio für Freiheit und Verständigung“ in München

Im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie am 15. September veranstaltete der BdV in Zusammenarbeit mit der Banater Jugen- und Trachtengruppe eine „Laudatio für Freiheit und Verständigung“ in der Hanns-Seidel-Stiftung in München.

Im ersten Teil der Veranstaltung berichtete die Familie Reinhold von Drüben in einer multimedialen Präsentation eindrucksvoll von ihrer Flucht aus der DDR in die Freiheit. Um den Fesseln der Diktatur zu entkommen, hatte die Familie in Eigenregie heimlich ein in Einzelteile zerlegbares Kleinflugzeug gebaut. Die Fluchtversuche scheiterten zunächst aus verschiedenen Gründen. Nachdem Vater Reinhold die Erfindung zur Patentierung eingereicht hatte, wurde die Familie zum Staatsfeind erklärt und ausgewiesen. Der Drang nach Freiheit hatte so letztlich Erfolg. Ihre Geschichte zeige anschlaulich, dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte alles andere als selbstverständlich seien, so Ines-Andrea Reinhold von Drüben.

Paul Hansel, BdV-Bezirksvorsitzender in Oberbayern, betonte im Anschluss, dass sich der BdV aus voller Überzeugung an der Nacht der Demokratie beteilige. Aus voller Überzeugung trete man für Freiheit und Verständigung ein. Schon in der Charta der deutschen Heimatvertriebenen seien diese Leitideen festgeschrieben worden. So forderten die Vertriebenenverbände schon wenige Jahre nach Ende des Krieges entschieden ein, dass die Lösung aller offenen Probleme in Europa ohne Gewalt, auf dem Weg der Verständigung und des Dialogs, vonstatten gehen solle. Zudem verpflichteten sich die Verbände schon damals zu einem geeinten Europa und zum Mitwirken am Aufbau von Demokratie, Rechtsstaat und sozialer Marktwirtschaft.

Im Anschluss berichtete Harald Schlapansky, langjähriger Vorsitzender der Banater Jugend- und Trachtengruppe, über die Aktivitäten seines Verbandes. Als Jugendlicher hatte er selbst die Fesseln der Diktatur erlebt. Nach den Wirren des Umbruchs in Rumänien war die Familie nach Deutschland ausgesiedelt. Heute, so Schlapansky, verstehe er den Wert der Freihet. Entschieden müsse man zudem an der Verständigung in Europa gearbeitet werden. Die Banater Jugend leiste hierzu durch zahlreiche Begegnunsfahrten nach Rumänien, durch Austauschprogramme und andere Verständigungsprojekte einen wichtigen Beitrag. Ein Film über die Fahrradtour des Banater Jugend in das südliche Banat, bildete den Abschluss der eindrucksvollen Veranstaltung.

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Herzlich bedanken wir uns bei der Hanns-Seidel-Stiftung für die Unterstützung.

Bericht und Bilder: BdV