Lesung der BdV-Kulturpreisträgerin Maria Schefner im HDO

Am 20. November hielt die BdV-Kulturpreisträgerin 2018 Maria Schefner im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung des BdV-Bezirksverbandes Oberbayern und dem BdV-Landesverband eine Lesung im Haus des Deutschen Ostens. Die russlanddeutsche Autorin, die am Tag der Heimat in Ansbach den Kulturpreis überreicht bekam, stellte bei der Lesung ihre Arbeit vor.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von BdV-Bezirksvorsitzendem Paul Hansel, der kurz den Werdegang der Autorin skizzierte. Hansel begrüßte auch Ernst Schroeder, Landesvorsitzender der Landsmannschaft Pommern und Dr. Gotthard Schneider, den Präsidenten der Schlesischen Landesvertretung. Im Anschluss an die Begrüßung stellte Maria Schefner ihre Arbeit vor. Seit weit mehr als einem Jahrzehnt engagiert sich die Kulturpreisträgerin im Rahmen von Autorenlesungen für den Austausch unter russlanddeutschen Autoren. Das Projekt ist in seiner Vielfalt und Regelmäßigkeit einzigartig. Dabei ist es ihr stets ein Anliegen, junge russlanddeutsche Autoren zu fördern. Mit ihren Lesungsreihen hat Schefner sich und die russlanddeutsche Literatur weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt gemacht. Dennoch sei es an der Zeit, so Schefner, dass auch die Öffentlichkeit sich mehr mit russlanddeutscher Literatur befasse. Die Themen Heimat und Heimatlosigkeit, Entwurzelung und Neuanfang seien für die russlanddeutsche Literatur prägend.

Im Anschluss an die Vorstellung las Schefner aus ihren Gedichten, ihrer Prosa und ihren Essays und präsentierte etwa die Kurzgeschichte „Ebel“, was im Dialekt der Region „Apfel“ bedeute. Die Geschichte machte deutlich, dass das Spannungsfeld von Anpassung und kultureller Selbstbehauptung im Sozialismus für viele Betroffene eine immense mentale Belastung darstellte. Bei der abschließenden Gesprächsrunde hatte das Publikum die Möglichkeit Fragen an die Autorin zu stellen. Die Moderation der gut besuchten Veranstaltung übernahm Paul Hansel.

Die Veranstaltung wurde gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatministeriums für Arbeit, Familie und Soziales