Dr. Bernd Fabritius bleibt BdV-Präsident. Neues Präsidium zeigt Vielfalt des Gesamtverbandes

Auf der heutigen Bundesversammlung des Bundes der Vertriebenen in Berlin ist Dr. Bernd Fabritius mit hervorragendem Ergebnis als Präsident  wiedergewählt worden. Er erhielt Er erhielt 141 von 146 gültigen Stimmen. Das sind 96,6 Prozent.

Zu Vizepräsidenten wurden gewählt: Stephan Grigat, Renate Holznagel, Christian Knauer, Stephan Mayer MdB, Siegbert Ortmann und Albrecht Schläger.

Zu weiteren Präsidialmitgliedern wurden gewählt:Raimund Haser MdL, Milan Horáček, Egon Primas MdL, Stephan Rauhut, Brunhilde Reitmeier-Zwick und Johann Thießen.

Die Präsidentin des Frauenverbandes im BdV, Dr. Maria Werthan, und der Präsident des Bauernverbandes der Vertriebenen, Christian Walter, gehören kraft Amtes dem Präsidium an.

Aus der Zusammensetzung des Präsidiums wird die Vielfalt des Gesamtverbandes sowie das breite Aufgabenspektrum deutlich. Erinnerungs- und Verantwortungstransfer sind innerverbandlich bereits gelungen.

Dr. Fabritius, der auch Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten ist, resümierte in seinem Arbeitsbericht nahezu sämtliche aktuelle vertriebenen- und aussiedlerpolitische Themen. Er betonte, dass er die in diesem Jahr angestoßene Zukunftsdiskussion konstruktiv und unter Einbeziehung sämtlicher Mitgliedsverbände weiter führen wolle. Die hohe Altersarmut bei Spätaussiedlern bezeichnete Fabritius als „soziale Ungerechtigkeit“ und mahnte Lösungen an. Außerdem ging er auf den Stellenwert des partizipativen Ansatzes in der Kulturarbeit nach § 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes ein. Zu beiden Themen wurden im Verlauf der Tagung Entschließungen gefasst.

Vor der Veranstaltung fand die feierliche Verleihung der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen an den ehemaligen Beauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland für Fragen der Spätaussiedler und Heimatvertriebenen, Kirchenpräsident i.R. Helge Klassohn, statt. Klassohn habe durch die Vermittlung zwischen den Perspektiven, durch das Hochhalten des Versöhnungsgedankens und durch seinen Glauben an die Freundschaft benachbarter Völker „erheblich dazu beigetragen, dass Heimatvertriebene und Spätaussiedler ihren Frieden mit sich selbst machen konnten“, würdigte BdV-Präsident Fabritius das Wirken des Geehrten.

Pressemitteilungen des Bundes der Vertriebene vom 30.11.2018