Autor Christopher Spatz berichtet über Friedland

Am 31.1. stellte der Bremer Autor und Historiker Dr. Christopher Spatz seine neueste Arbeit im Haus des Deutschen Ostens vor. Bereits im vergangenen Jahr war Spatz zu Gast im HdO. Seinerzeit hatte er sein Erstlingswerk „Nur der Himmel blieb derselbe“ über das Schicksal der Hungerkinder in Ostpreußen in den Jahren nach 1945 präsentiert. Sein neueste Monographie „Heimatlos. Friedland und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung“ dokumentiert die Geschichte des Durchgangslagers Friedland, das für viele Millionen Heimatvertriebene, Kriegsheimkehrer, Aussiedler, Spätaussiedler und auch für Flüchtlinge aus aller Welt zu einer ersten Anlaufstation in der Bundesrepublik wurde. Spatz zeigte bei dem Vortag auf sehr emphatische Weise welche Gefühlswelten die Betroffenen als Ankömmlinge im Lager Friedland durchlebten. Friedland war für sie nicht nur ein Ort der Ungewissheit sondern insbesondere auch ein Ort der Zuversicht und der Hoffnung.

Der Vortrag wurde mit zahlreichen Originalfotografien des Göttinger Fotografen Fritz Paul (1919-1998), der über Jahrzehnte hinweg das Leben im Durchgansglager Friedland fotografisch dokumentierte, untermalt. Die Bilder, die bislang nicht veröffentlicht wurden, liefern einen eindrucksvolle Zusammenschau der  Gefühlswelt der Menschen im Lager Friedland. Die einleitenden Gedanken zu „Heimatlos“ schrieb im Übrigen der rennomierte Schriftsteller Arno Surminski.

Die Kooperationsveranstaltung des HdO und des BdV Bayern wurde durch Landesgeschäftsführer Dr. Sebastian Sparwasser eröffnet, der in die Arbeiten des Autors einführte. Die Moderation der Fragerunde übernahm HDO-Direktor Prof. Andreas Otto Weber. BdV-Landesvorsitzender Christian Knauer sprach das Schlusswort zur Lesung und bedankte sich beim Autor für die eindrucksvolle Dokumentation des Schicksalsortes Friedland.

Text und Bild: BdV Bayern