Bund der Vertriebenen in Bayern setzt Zeichen gegen Antisemitismus

Der Landesvorstand des Bundes der Vertriebenen in Bayern (BdV) hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, sich die Antisemitismus-Definition der „Internationalen Allianz für die Erinnerung an den Holocaust (IHRA)“ zu eigen zu machen. Der Definition entsprechend ist Antisemitismus „eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort und Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen und religiöse Einrichtungen.“

Der Landesverband setzt mit diesem Schritt ein „deutliches Zeichen gegen jede Form von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit“, so Landesvorsitzender und BdV-Vizepräsident, Landrat a. D. Christian Knauer. „Wir möchten als Verband deutlich zeigen, dass Antisemitismus, Judenfeindlichkeit und Rassismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben darf.“

Die IHRA ist eine internationale Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Erinnern an den Holocaust wachzuhalten. Sie wurde 1998 ins Leben gerufen hat und heute weltweit Unterstützer. Die Definition der IHRA wurde von der Bundesregierung 2017 übernommen. Der BdV Landesverband Bayern unterstützt mit der Annahme dieser auch eine Initiative des bayerischen Landesbeauftragten für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Kultusminister a. D. Dr. Ludwig Spaenle. Dieser hatte kürzlich Vereine, Verbände und Institutionen Bayerns dazu aufgefordert, sich mit der Antisemitismus-Definition der IHRA auseinanderzusetzen.