Prominenter Besuch: Sylvia Stierstorfer und Josef Zellmeier besuchen Kulturzentrum „Haus der Donauschwaben“ in Haar

Kurz vor der Sommerpause des Bayerischen Landtags besuchten die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Sylvia Stierstorfer, MdL, und Haushaltsvorsitzender Josef Zellmeier, MdL, das Kulturzentrum „Haus der Donauschwaben“ in Haar. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Vorstand und der Geschäftsführerin loteten die beiden Landtagsabgeordneten die Möglichkeiten einer Modernisierung des Hauses aus. Eine solche wäre für den Erhalt der Sammlung und den Ausbau der kulturellen Aktivitäten wünschenswert. Für eine Realisierung des Vorhabens müssten aber „alle Kräfte gebündelt werden und mögliche Partner und Verbände an einem Tisch zusammenkommen“, so Sylvia Stierstorfer.

Besprochen wurde ferner die Idee, anderen Landsmannschaften für kulturelle Veranstaltungen das Haus zu öffnen. Auf Anerkennung stießen die laufenden Projekte zur Inventarisierung der Sammlung und zum Aufbau eines Depots. Beide CSU-Politiker waren sich einig, dass es beeindruckend sei, was bereits alles passiert ist. Hier sei man schon auf dem richtigen Weg. „Uns ist wichtig, dass sich das Haus durch innovative Maßnahmen moderner präsentieren kann und dadurch eine echte Zukunftsperspektive gewinnt“, betonte der Vorsitzende des Kulturwerks, Karl-Heinz Wendel. Die bestehende ehrenamtlich aufgebaute Sammlung wolle man in ein zeitgemäßes Museum und einen Ort lebendiger Begegnung entwickeln.

Schon jetzt sei man dabei, „die Türen des Kulturzentrums für Begegnungen, Lernen und Verstehen zu öffnen“, hob Geschäftsführerin Gabriele Schilcher hervor. „Wir wollen eine Brücke in die Gegenwart schlagen und dabei Themen nachgehen, die uns in einer Welt mit aktuell so vielen Flucht- und Migrationsgeschichten betreffen: Identität, Integration und die Herausforderungen einer multiethnischen Gesellschaft.“

Die Einrichtung in Haar widmet sich dem kulturellen Erbe der Donauschwaben. Mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm, einem Museum und Archiven öffnet es sich interessierten Besuchern, zu denen auch Schulklassen zählen. Neben der Präsentation der weltweit größten Sammlung donauschwäbischer Trachten, vieler Exponate und einer Fachbibliothek, sollen künftige Zeitzeugengespräche, Autorenlesungen, Konzerte und Vorträge vermehrt Besucherinnen und Besucher in das Haus locken. Die traditionellen Brauchtumsfeste und das gemeinsame Kochen nach alten donauschwäbischen Rezepten sollen weiterhin fester Bestandteil im Jahresprogramm bleiben. Text/Foto: G. Sch.