Wer wir sind…

  • Als Dachverband der landsmannschaftlichen Gruppen in Bayern vertreten wir die Interessen der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler sowie der landsmannschaftlichen Verbände und Gruppen in Politik und Gesellschaft.
  • Wir fördern die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und Kultur im mittleren und östlichen Europa in all ihren Zusammenhängen.
  • Wir engagieren uns aktiv in der kulturellen Bildung, der Vermittlung und der Kulturförderung.
  • Wir leisten Integrationshilfe für Flüchtlinge und Vertriebene heute.
  • Wir unterstützen die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den deutschen Minderheiten und der Bevölkerung in den ehemals deutschen Staats- und Siedlungsgebieten.
  • Wir unterstützen die deutschen Minderheiten in ihrem Bestreben, ihre Identität, Kultur und Sprache zu erhalten.
  • Wir setzen uns ein für Völkerverständigung und Toleranz durch Austausch, Zusammenkunft und Kooperation.
  • Wir stehen ein für ein friedliches und geeintes Europa, für die Wahrung und Durchsetzung der Menschenrechte und für ein Recht auf Heimat.

Aktion Nothilfe für Deutsche aus der Ukraine

Flüchtende Angehörige der deutschen Minderheit brauchen unsere Unterstützung. Helfen Sie mit!

Kontoinhaber: Bund der Vertriebenen
Commerzbank Bonn
IBAN: DE59 3804 0007 0111 7043 00
BIC: COBADEFFXXX
Verwendungszweck: Nothilfe für Deutsche aus der Ukraine

Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist nicht nur ein schwerwiegender Verstoß gegen das Völkerrecht. Er erzeugt auch eine humanitäre Notlage direkt in unserer europäischen Nachbarschaft. Der Bund der Vertriebenen steht mit großer Empathie an der Seite aller in Not geratenen Menschen – und aus Schicksalsverwandtschaft gerade an der Seite derjenigen, die sich jetzt gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Aufgrund unserer Arbeit in den Landsmannschaften und auf Bundesebene pflegen wir den Kontakt mit den Selbstorganisationen unserer Landsleute in den Nachbarländern. Aus der Ukraine haben uns vom dortigen „Rat der Deutschen“ dringende Bitten um Unterstützung erreicht. Viele Landsleute versuchen, sich aus dem Kriegsgebiet zu retten. Flüchten können meist nur Frauen, Kinder und alte Menschen. Wehrfähige Männer dürfen das Land laut Berichten nicht mehr verlassen und werden zum Kriegsdienst eingezogen.

Die flüchtenden Frauen und Kinder sind auf ihrem Weg in die Sicherheit dringend auf Hilfe angewiesen. Die Bundesregierung hat die Anwendung eines allgemeinen Härtefallverfahrens für zuzugswillige Spätaussiedler-Bewerber eingerichtet. Betroffene können ohne ein Aufnahmeverfahren im Herkunftsgebiet direkt in Friedland vorsprechen und mündlich dort einen Aufnahmeantrag stellen.

Auf dem Fluchtweg bekommen unsere Landsleute und ihre Familien unkompliziert Unterstützung in den Ländern, in denen sie nach erfolgreicher Flucht zuerst ankommen. Die AGDM (Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEN, Berlin) und unsere Partnerorganisationen in diesen Ländern – die Organisationen der deutschen Minderheiten in Polen (VdG – Verband deutscher sozial-kultureller Gesellschaften), der Slowakei (Karpatendeutscher Verein), der Republik Moldau (Deutsches Haus „Hoffnung“), Ungarn (LdU – Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen) und Rumänien (DFDR – Demokratisches Forum der Deutschen)  – aber auch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) stellen diese Hilfe zur Verfügung.

Sie haben sich insbesondere bereit erklärt, Angehörige der deutschen Minderheit, die keine eigene Transportmöglichkeiten haben, bei der Weiterreise zum Aufnahmelager Friedland zu unterstützen. Wer Hilfe benötigt, kann sich rund um die Uhr unter den Nottelefonnummern melden, die stets aktuell unter der Internetadresse http://www.agdm.fuen.org sowie auf der Facebookseite der AGDM zu finden sind.

Deutsche Städte haben z.T. bereits Busse gemietet, um Betroffene von der Grenze in sichere Gebiete zu bringen. Auch die Bahngesellschaften haben schnell reagiert und bieten kostenlose Zugfahrten von der Grenze weg an.

Da Kartenzahlungsmittel vielfach kriegsbedingt ausgefallen sind oder keine Kontoabhebungen vorgenommen werden können, gilt es aber ebenso, soziale und medizinische Hilfe oder gerade auch Hilfe für die Weiterreise mit eigenen Fahrzeugen zu leisten (z.B. über Benzingutscheine).

Mit dieser Zielrichtung haben wir in Abstimmung mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland die Spendenaktion für zweckgebundene Spenden „Nothilfe für Deutsche aus der Ukraine“ gestartet. Helfer sollen direkt und unbürokratisch tätig werden können. Hierfür benötigen wir dringend und kurzfristig Geldmittel. Eingeworbene Gelder werden ohne jeden Abzug zur Unterstützung unserer sich auf der Flucht befindenden, hilfsbedürftigen Landsleute aus der Ukraine und ihrer Familien über unsere gemeinsame Hilfsaktion zugutekommen. Nach Mitteilung an die BdV-Bundesgeschäftsstelle können auch Spendenquittungen ausgestellt werden.

Bitte machen Sie mit, spenden Sie und verbreiten die Information über diese Aktion weiter. Jeder Beitrag hilft!


BdV-Blickpunkt

In unserem Verbandsmagazin BdV-Blickpunkt informieren wir über die Aktivitäten des Verbands und der ihm angeschlossenen Landsmannschaften. Zur Ansicht und zum Download der aktuellen Ausgabe geht es hier.


Pawel Althamer. Lovis-Corinth-Preis 2022
Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Paweł Althamer ist Träger des Lovis-Corinth-Preises 2022. Althamer, 1967 in Warschau geboren, ist nicht nur einer der prägendsten Künstler der aktuellen polnischen Kunstszene. Seine Skulpturen, meist lebensgroße Figuren aus traditionellen aber auch ungewöhnlichen Materialien, sind seit 2003 regelmäßig international zu sehen. Insbesondere mit seinen Performances zieht er Aufmerksamkeit auf sich. Im Rahmen seiner bisher größten Performance „Common Task“ (2008-fortlaufend) hat Althamer wiederholt bis zu 150 Menschen auf Reisen eingeladen. An verschiedenen Orten – in Belgien, Brasilien, Deutschland, Mali oder Weißrussland – tauchte der Künstler mit seiner ganz in Gold gekleideten Gefolgschaft auf und inszenierte, angeregt vom Glauben der Dogon aus Mali und der Thiaoouba Prophezeiung, einen Besuch von Außerirdischen. Die Performance in Brüssel hatte zudem einen ganz besonderen Termin – das 20-jährige Jubiläum der ersten freien Wahlen in Polen. Eine spirituelle Dimension ist für Althamers Schaffen charakteristisch, ohne jedoch von einer konkreten religiösen Auffassung geprägt zu sein. Vielmehr eint er verschiedenste mystische Theorien.

Die Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie zeigt eine Auswahl an vierzig Werken der letzten 15 Jahre mit einem Fokus auf neueren Arbeiten – darunter Skulpturen, Filme sowie Collagen und Zeichnungen. Im Mittelpunkt steht Althamers kollaborativer Ansatz, aber auch die Auseinandersetzung mit seiner eigenen Person. Man selbst sei man nur in der Beziehung zu anderen, betont er. Gemeinsam mit KünstlerkollegInnen, Familienmitgliedern, FreundInnen und NachbarInnen gestaltet er Kunstobjekte oder Performance-Aktionen.

Unter den Gemeinschaftsarbeiten sind insbesondere diejenigen hervorzuheben, die im Kontext oder in Zusammenarbeit mit der Nowolipie Gruppe entstanden sind. Seit den frühen 1990er Jahren gibt Althamer regelmäßig Keramikkurse für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind oder an anderen Einschränkungen leiden. Aus den WorkshopteilnehmerInnen entwickelte sich nach und nach eine Schaffens-Gemeinschaft, die sich gegenseitig inspiriert. Der Nowolipie Gruppe ist ein Raum der Ausstellung gewidmet. Neben Gemeinschaftsarbeiten ist hier auch eine Serie von Tonfiguren zu sehen: Althamer porträtierte vor kurzem einige Mitglieder der Gruppe im kleinen Format.

Für Paweł Althamer steht der künstlerische Prozess im engen Zusammenhang mit Selbstanalyse und Selbsterkenntnis. In den vielen Selbstporträts bezieht sich Althamer auf seine eigene Person, wobei die Aussage jedes Mal eine ganz andere ist.

Paweł Althamer mit seiner Plastik MAMA III, 2016
Sammlung Delenschke, Berlin
© Pawel Althamer, courtesy of the artist and neugerriemschneider, Berlin
Foto: Uwe Moosburger, www.altrostudio.de

In der Skulptur „Mama III“ von 2016 stellte er sich dar, wie er die Figur seiner Mutter formt. Er sitzt dabei im Schneidersitz, mit geschlossenen Augen, in Konzentration versunken. Auf seinem nackten Körper finden sich einige Tattoos, die bevor die Skulptur gebrannt wurde unter der Anleitung des Künstlers von seinen FreundInnen auf der Oberfläche der Skulptur angebracht wurden.

Ganz anders wirkt die Tonfigur „People of the Earth (Paweł)“ von 2018. Ihr Körper besteht aus einem rasterartigen Skelett bestückt mit kleinen Gegenständen und erinnert an archaische Kultobjekte. Mit dem „Self-Portrait (Sorcerer)“ von 2009 stellt sich Althamer hingegen als Zauberer, als Schamane unserer Zeit dar.

Althamers Performances repräsentiert unter anderem die Arbeit „Agnus Dei“. Die Szenen des berühmten Genter Altars aus dem 15. Jahrhundert hat der Künstler im Jahr 2012 mit rund 200 BewohnerInnen von Gent nachgestellt. Für die erste öffentliche Präsentation des Videos in der Regensburger Ausstellung hat er mit Bildschirmen einen dreiteiligen Altar nachgebaut. Ein weiteres erst kürzlich entstandenes Exponat ist der Entwurf für ein politisch motiviertes Denkmal. Die mehrfigurige Skulptur „Avenue of the Rising Sun“ (Allee der aufgehenden Sonne) erinnert an Personen in Belarus, die sich für demokratische Ideale einsetzen und unrechtmäßig inhaftiert wurden. Das Gemeinschaftswerk, an dem Paweł Althamer maßgeblich beteiligt ist, soll im Herbst 2022 in voller Größe im Stadtteil Wola von Warschau installiert werden.

„Es ist das feine Spiel zwischen Spiritualität und Realismus, zwischen Schalk und Ernst, zwischen Alltag und Politik, zwischen Ignorieren und Zuspitzen des Geniekultes, das Paweł Althamer aus der internationalen Kunstszene hervorstechen lässt,“ fasst Direktorin und Kuratorin der Ausstellung Dr. Agnes Tieze zusammen. „Sein Publikum bringt er zum Innehalten und Staunen. Er verzaubert und zugleich stimmt er mit seinen Arbeiten nachdenklich darüber, wie einseitig wir die Welt betrachten. Paweł Althamer ist ein Künstler, der sein Gegenüber kontinuierlich herausfordert, seine Haltung zu reflektieren, damit die Menschheit aufgeschlossener wird.“

AUSSTELLUNGSDATEN

Paweł Althamer. Lovis-Corinth-Preis 2022

3.6. bis 11.9.2022
Kuratorin: Dr. Agnes Tieze
Eine Ausstellung in Kooperation mit neugerriemschneider, Berlin

Weitere Informationen, ein Blick in die Ausstellung und das Programm finden Sie hier.


MBE-Migrationsberatung

Die MBE-Migrationsberatung ist eine Informations- und Beratungsstelle für Zugewanderte. Wir helfen bei der Vermittlung von Integrations- und Alphabetisierungskursen und unterstützen Zuwanderer, die mit gesichertem Aufenthaltsstatus in der Bundesrepublik leben, in schwierigen Lebenssituationen.

mbe-logo-transparent

 

Informationen zur MBE-Migrationsberatung und die Kontakte zu unseren Migrationsberatern in München und in Aichach an der Paar finden Sie hier.


Kulturvermittlung

Regelmäßige veranstalten wir Seminare, Tagungen, Vortragsveranstaltungen, Lesungen und Studienreisen, um die Geschichte und Kultur der Deutschen im und aus dem mittleren und östlichen Europa zu vermitteln und weiterzugeben. Näheres erfahren Sie unter Termine.


BdV-Kulturpreis

BdV-Landesverband Bayern vergibt jedes Jahr am Zentralen Tag der Heimat einen Kulturpreis. Der Preis wird vergeben für künstlerische, literarische oder wissenschaftliche Beiträge oder für solche aus dem Bereich der Brauchtumspflege, die

  • in den letzten drei Jahren in Bayern erstellt oder veröffentlicht wurden,
  • Themen der Vertriebenen oder Spätaussiedler in Deutschland, des deutschen Ostens oder der deutschen Siedlungsgebiete in Ost- und Südosteuropa behandeln,
  • das Verhältnis zwischen den Deutschen und den Völkern und Staaten Ost- und Südosteuropas in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zum Gegenstand haben.

Weitere Details und Preisträger im Rückblick finden Sie hier.


Tag der Heimat

Der Tag der Heimat ist der zentrale Gedenktag des Bundes der Vertriebenen und wird von unseren Kreis- und Ortsgruppen an verschiedenen Orten in ganz Bayern ausgetragen. Das Leitwort zum Tag der Heimat 2022 lautet: „Vertriebene und Spätaussiedler: Brückenbauer in Europa“. Weitere Informationen zu Veranstaltungsorten und Terminen finden Sie – sobald verfügbar – hier.


BdV Bayern Radio

Regelmäßig berichten wir auf unserem Internetradiokanal „Radio-Blickpunkt“ zu den Themen der deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler. Hier finden Sie unsere Beiträge.


Der Bund der Vertriebenen, Landesverband Bayern e.V.,
wird über das Haus des Deutschen Ostens aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums
für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Logo: Haus des deutschen Ostens

Logo: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales