Erfolgreiche Weichenstellung: Bernhard Fackelmann weiter BdV-Kreisvorsitzender – Kopfschütteln über Ex-Oberbürgermeister Reiter

Die neugewählte BdV-Kreisvorstandschaft in München. Foto: privat

Nur geringe Veränderungen erbrachten die turnusmäßigen Neuwahlen beim BdV in der Landeshauptstadt München. Diese fanden Mitte Mai im Haus des Deutschen Ostens statt. Der wiedergewählte BdV-Kreisvorsitzende Bernhard Fackelmann erhielt in geheimer Wahl einstimmig, bei einer Enthaltung, einen erneut großen Vertrauensbeweis. Zu seinen Stellvertretern wurden Maria Schefner und Dr. Manuela Ohlhausen gewählt. Schriftführer bleibt Dr. Gotthard Schneider, neue Schatzmeisterin wurde Annerose Kloos. Als Beisitzer gehören der Vorstandschaft künftig Franz Alscher, Martina Kerl, Erich Plischke, Hans Slawik, Christoph Stabe und Birgit Unfug an. Zu Kassenprüfern wurden Maria Lange und Martin Latzko berufen.

In seinem Rechenschaftsbericht wies BdV-Kreisvorsitzender Bernhard Fackelmann auf die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hin. Einen Ausgleich für die relativ bescheidene Anzahl eigener Veranstaltungen boten aber die zahlreichen Angebote auf Bezirks- und Landesebene. „Die Landsmannschaften mussten erst wieder selber Fuß fassen“, was auch erfolgreich gelungen sei. Unverständlich seien die Ablehnung zweier Gesprächsersuche des BdV bei Münchens abgewähltem Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und die Einstellung der Kulturförderung durch die Landeshauptstadt gewesen. Trotzdem, so Schatzmeisterin Maria Lange, sei es gelungen, durch Spenden und Fördermittel des Landkreises München die Finanzen auf einem guten Niveau zu halten. Letzterer bestätigten die Kassenprüferinnen Hanna Schmidt und Ingeburg Milenovic „eine äußerst korrekte und übersichtliche Kassenführung“. In der anschließenden regen Diskussion wurde der allgemeine Wunsch nach Wiederaufnahme der Durchführung eines jährlich eigenständigen „Tages der Heimat“ überdeutlich. Die Räumlichkeiten im Sudetendeutschen Haus sowie die Bereitschaft der Gruppen zur Mitwirkung seien vorhanden. Neben den Original Banater Dorfmusikanten würden auch die Musiker der Siebenbürgischen Musikkapelle jederzeit mitwirken. Die anschließend von Birgit Unfug beantragte Entlastung der Vorstandschaft für den Zeitraum von 2020 bis 2026 erfolgte bei einer Enthaltung ebenfalls einstimmig. Entsprechend der geänderten Landessatzung gilt die Wahlperiode nunmehr für zwei statt bisher vier Jahre. Damit solle dem Alter vieler aktiven Mitglieder Rechnung getragen und Raum für mehr Dynamik gegeben werden. An den von BdV-Bezirksvorsitzenden Paul Hansel durchgeführten Neuwahlen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Sudetendeutschen Landsmannschaft, der Banater Schwaben, des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, der Deutschen aus Russland, der Oberschlesier und der Pommern teil.
Text: Dr. Gotthard Schneider