Archivgut gesichert: Lastenausgleichsarchiv erhält wertvolle Dokumente

Unser Bild zeigt die Übergabe der Heimatbriefe. Von links: Gerda Mühlbacher, Vermögens-verwalterin SL Bayreuth, Yvonne Kampa, Bibliothekarin des Lastenausgleichsarchivs, Kars-ten Kühnel, Leiter des Lastenausgleichsarchivs und Manfred Kees, Vorstandssprecher der SL Bayreuth. Foto: Lastenausgleichsarchiv

Das Lastenausgleichsarchiv des Bundesarchivs in Bayreuth kann sich über Zuwachs an historischen Dokumenten im Hinblick auf die Vertreibung der Deutschen aus dem Sudetenland freuen. Die Sudetendeutsche Landsmannschaft Bayreuth übergab im Zuge eines Schenkungsvertrages dessen Leiter, Karsten Kühnel, gebundene Bände der Heimatbriefe Plan-Weseritz und Tepl-Petschau von 1950 bis 1971. Die Landsmannschaft hatte die Dokumente von Rudolf Kunz aus Bad Berneck zur Verfügung gestellt bekommen. Dessen Großvater wollte als Beitrag zur Erinnerungskultur die Geschichte seiner Heimat festhalten und hatte deshalb die Heimatbriefe lückenlos gesammelt und in Jahresbände binden lassen. Das Lastenausgleichsarchiv stellt eine zentrale Quelle für Unterlagen und Dokumente zu den Bereichen Flucht, Vertreibung, Herkunft der deutschen Bevölkerung sowie Besitz und Vermögen der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs dar. Es dokumentiert und erhält ein umfangreiches Archivgut, das nicht in Vergessenheit geraten soll und dauerhaft zur Verfügung steht.
Text: Manfred Kees