
Im Rahmen der Landesfrauentagung der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Regensburg wurde der stellvertretende BdV-Landesvorsitzende Anton Dutz mit der Rudolf-Lodgman-Plakette, der höchsten Auszeichnung der Sudetendeutschen Landsmannschaft, geehrt. In seiner Laudatio hob SL-Landesvorsitzender Steffen Hörtler insbesondere das Engagement des scheidenden Bürgermeisters als Bundesschatzmeister und Landesvorstandsmitglied hervor.
Als langjähriges Gemeindeoberhaupt in Wiesau, wo nach Kriegsende viele Züge mit Vertriebenen eintrafen, sei Anton Dutz als Landsmann ein verlässlicher Partner der Sudetendeutschen gewesen. Stets habe er die Grenze zum Egerland im Blick gehabt und durch seine „besten politischen Beziehungen zur anderen Seite“ wichtige Kontakte geknüpft und gepflegt.
In seinen Dankesworten bezeichnete sich der Geehrte aufgrund seiner Abstammung als „Halbblut“. Mit seinem Vater sei er immer wieder in dessen Heimatort Altrohlau gefahren und habe dort den Kontakt zu den neuen Bewohnern im früheren Haus gepflegt. Dabei habe es bewegende Augenblicke gegeben. Nachdem er ab 1. Mai in den Ruhestand treten werde, habe er fortan ausreichend Zeit, sich noch intensiver für die sudetendeutschen Belange einzusetzen. Er sei dankbar für die Auszeichnung. Vertreibung müsse immer, ohne revanchistisches Gedankengut damit zu verbinden, als Unrecht bezeichnet werden. Dies gehöre zum Wesen einer wirklichen europäischen Friedensordnung. Bei den Kommunalwahlen am 8. März hatte sich dessen Sohn Michael als CSU-Bürgermeisterkandidat mit 64 Prozent gegen seinen Mitbewerber von den Freien Wählern klar durchgesetzt.
Text: Markus Bauer
