Christa Matschl verstorben

Am 29. Januar verstarb im Alter von 80 Jahren die langjährige Vertriebenenpolitische Sprecherin der CSU-Landtagsfraktion, Christa Matschl. BdV-Landesvorsitzender Christian Knauer, der den BdV Bayern bei der Aussegnungsfeier in der Katholischen Kirche St. Kunigunde in Uttenreuth vertreten wird, würdigte seine frühere Landtagskollegin als „wertvolle und verlässliche Weggefährtin, auf die man sich immer verlassen konnte“. Ab Mai 2002 hatte sie, als seine Nachfolgerin, an der Spitze des Fraktionsarbeitskreises „Vertriebene, Aussiedler, Partnerschaftsbeziehungen“ mit ihren Kolleginnen und Kollegen rasch das Gespräch mit den Betroffenen, insbesondere aber auch mit polnischen und tschechischen Politikern gesucht. Am Herzen lagen ihr neben der Völkerverständigung besonders die Entwicklung der deutschen Volksgruppe in den Heimatgebieten. Aufgrund ihres engagierten Wirkens um das Wohl der Heimatvertriebenen und Aussiedler, wurde sie am 4. August 2013 mit der goldenen Ehrennadel des Bundes der Vertriebenen ausgezeichnet. Zuvor hatte ihr der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer am 17. November 2011 den Bayerischen Verdienstorden verliehen.

Christa Matschl (links) mit ihrer SPD-Kollegin Christa Naaß und dem ehemaligen Landesvorsitzenden der Landsmannschaft Pommern, Ernst Schroeder, bei der Ehrung durch den BdV im Jahr 2013 in München. Foto: Susanne Marb/BdV

Christa Matschl wurde am 28.10.1943 in Katharinaberg geboren, war verheiratet, Mutter eines Kindes und gehörte der römisch-katholischen Kirche an. Sie besuchte von 1950 bis 1960 verschiedene Schulen und schloss diese 1960 mit dem mittleren Bildungsabschluss der Städtischen Wirtschaftsaufbauschule ab. Anschließend erfolgte eine Ausbildung als Büro- und Speditionskauffrau IHK. Von 1962 bis 1972 arbeitete sie als kaufmännische Angestellte. Nach der Familienpause von 1972 bis 1980 war sie von 1980 bis 1993 als Schulsekretärin tätig, bis sie ab 1993 als Geschäftsführerin im eigenen Betrieb, einer Immobilienverwaltung, arbeitete.

Christa Matschl trat am 7. Dezember 1977 in die CSU ein. Sie war 1989 bis 1999 Vorsitzende der Frauen-Union und von 1999 bis 2011 CSU-Kreisvorsitzende im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Kommunalpolitisch war sie als Mitglied des Gemeinderats Uttenreuth und des Kreistags aktiv. Im Bayerischen Landtag vertrat sie den Stimmkreis Erlangen-Höchstadt vom 28. September 1998 bis zum 7. Oktober 2013. Neben ihrer Mitarbeit in mehreren Ausschüssen, vertrat sie den Freistaat in der Bundesversammlung, im Stiftungsrat der Sudetendeutschen Stiftung, im Kuratorium des Hauses des Deutschen Ostens und als Vorsitzende im Gefängnisbeirat der JVA Erlangen. Zudem gehörte sie dem Ältestenrat des Parlaments an.